Samstag, 26. März 2016

Haustier oder kein Haustier?

Nicht nur bei den Menschen ist es so, das Samstagmorgen, die Erwachsenen noch schlafen während die Kinder aufstehen und versuchen heimlich an die Schokolade zu gelangen oder Fernseher zu schauen. Auch bei den Trollen ist das so. Doch als fussisch Julchen heute morgen ins Wohnzimmer schlich, da traute es seinen Augen nicht.
Da war ihr schon jemand zuvor gekommen und bediente sich fleißig an der Schokolade.
Da fussich Julchen aber eine Spezialisten im schleichen und leise sein ist, hatte der Eindringling sie nicht bemerkt und Julchen konnte ihn gut beobachten.
Nach einer Weile grummelte aber ihr Bauch und sie beschloss, sich in der Küche eine Tasse Kakao und ein Marmeladenbrot zu machen. Die angeknabberte Schokolade wollte sie dann doch nicht mehr.
Gerade als sie Kakao und Brot fertig hatte und es auf dem Tisch gestellt hatte, fiel ihr ein das sie ja dringend noch einen Strohhalm braucht. Wenn Mama nicht da ist, dann kann man nämlich ungestört blubbern ohne das jemand schimpft.
Doch als sie zurück zum Tisch kam war es mit der Vorfreude auf blubbernden Kakao vorbei. Da saßen doch tatsächlich drei Herrschaften auf dem Tisch und machten sich über ihr leckeres Marmeladenbrot und den Kakao her. Also so etwas aber auch.
Julchen wollte gerade schimpfen als Keks des Weges kam und ihr erklärte, die Herrschaften seien eigentlich sehr harmlos, sie hätten nur sehr großen Hunger.
Das Julchen protestierte: Den habe ich aber auch! Und das da war MEIN BROT!!!!  Daraufhin erscholl es aus der Kakaotasse dumpf: Entschuldigung, ich dachte da hätte uns jemand ein verfrühtes Ostergeschenk gemacht. Aber wenn du möchtest, ein Rest ist noch da, ich kann eh nicht mehr.. *schmatz* *rüüülps*
Da musste Julchen dann doch lachen. Es setzte sich auf seinen Stammplatz , die Mäuse brachten ihr das halbe Brot und eine Maus kam sogar zu ihr auf den Stuhl und fragte: Du magst nicht zufällig kleine flauschige Tierchen? Wir suchen noch ein Zuhause und würden und sogar ab uns zu ein bisschen bekuscheln lassen, gegen ein gelegentliches Marmeladenbrot als Bezahlung.
Julchen schien dem Gedanken nicht abgeneigt zu sein. Sie wollte schon lange ein eigens Haustier haben.
Doch in dem Moment ertönte ein Schrei und es klapperte. Hilfe! Hilfe! Uh tu die Weg!
Das war Oma Lovis, die wohl auf der Suche nach einer Tasse Kaffee gewesen war und nun erschrocken auf dem Schaukelstuhl stand. Es wankte hin und her und Oma rief immer weiter: Wähh mach die weg ! Hilfe!

Die Oma tat Julchen ja schon etwas Leid, aber lustig  war es auch. Vor allem hatte sie Oma noch nie so flink erlebt. Sie war wirklich schneller als der Schatten auf ihren Schaukelstuhl gesprungen. Julchen wusste nicht so recht was es nun tun sollte. Entschied sich also erstmal dafür, nicht laut zu lachen .
Da übernahm auch schon eine der Mäuse das Kommando. Sie kletterte flink am Tisch hinab und an Omas Schaukelstuhl herauf. Hallo sie da. Kommen sie ruhig wieder runter, wir tun doch nichts.
Vielleicht hätte Oma darauf gehört, wenn sie Maus ihr nicht auf den nackten Fuß geklettert wäre und ihr am Hosenbein gezupft hätte.
Also entschied Oma sich dazu, erstmal auf dem Stuhl zu bleiben bis die anderen Bewohner aufstünden.



-------Fortsetzung folgt------



Freitag, 18. März 2016

Ein paar Kleinigkeiten zwischendurch



Heute war ein lustiger Tag. Irgendwie schienen alle Trolle heute auf den Beinen zu sein.

Die ersten die ich entdeckte waren Lilli und ihre Tochter fussisch Julchen.
Das Julchen hatte heimlich im Kleiderschrank seiner Mutter gestöbert und dabei schon das Ostergeschenk entdeckt. Und damit sie nicht aus Versehen platt getreten würde, hatte sie sich die Fensterbank als Rennstrecke ausgesucht.
Dort hat Lilli sie dann auch entdeckt. Aber da die Dame ja schon fleissig unterwegs war, wurde Ostern somit vor verlegt.








Später am Tag entdeckte ich dann in meiner Küche ein mir unbekanntes Kerlchen.
Er stellte sich vor mit den Worten: Hallo, ich bin Amüsgöll der Meisterkoch und Meisterbäcker aus Galicien. Wie ich hörte wird hier bald eine Torte benötigt und das sollte man ja nun wirklich einem Profi überlassen.
Einwände meinerseits, daß Hanna ja durchaus auch gut backen könnte, wehrte er ab. Hanna sei sehr froh das er gekommen sei und habe ihm schon einen Wohnberechtigungsschein ausgestellt.
Somit war es nun an mir, ihm ein Bett zu besorgen. Mal schauen was daraus wird...





Abends kam dann mein Mann von der Arbeit und brachte mir etwas mit. Eine ganz liebe Menschin hatte ihm etwas mitgegeben für mich bzw. meine kleinen Bewohner.
Während ich noch überlegte wer es am besten gebrauchen könnte, hatte ich diese Frage schon erledigt.
Das kleine Pferdchen Keks, welches seinen Namen davon hat, das es eigentlich ständig futtert, hatte den Wagen schon annektiert.

Keks versuchte den Wagen Richtung Küche zu ziehen. Damit wäre es einfacher die Essensvorräte zu transportieren und es müsste nicht so oft in die Küche laufen um Essen zu besorgen.




Dienstag, 1. März 2016

Hannas rote Linsensuppe

Hanna wurde gestern wieder einmal gefragt wie sie ihre rote Linsensuppe macht und wieso sie immer Linsensuppe mit roten Linsen macht.
Rote Linsen sind es, damit sie damit die Farbe ihres Kleides auf füllen kann. Denn wie ihr ja schon wisst, bekommen die kleinen Trolle die Farbe ihrer Kleidung durch ihr Essen.
Da aber rote Linsensuppe nicht nur aus Linsen besteht, können die anderen sie auch gut essen. Es findet fast jeder etwas darin, um seine Kleidungsfarbe auf zu frischen.
Wenn Hanna für die Suppe einkauft dann sieht das so aus:







Möhren, Zwiebel, Sellerie und Speck hat sie sich bei mir in der Küche geliehen.
Natürlich bleibt es nicht beim schnöden Gemüse ernten wenn Hanna im Garten ist. Es muss auch immer Zeit sein für ein kleines Päuschen und ein Schwätzchen mit den Gartenbewohnern.

Da diese immer fleißig im Garten helfen, brauchen sie ab und zu auch ein paar Streicheleinheiten.

Und wenn sie dann groß sind, machen sie manchmal sogar eine Showeinlage und zeigen Hanna was sie so in ihrer Freizeit machen. Wie z.b. Seiltanzen.
Nun aber zurück zur Suppe.
Zuerst muss man natürlich die Kartoffel schälen. Wenn es aber noch junge Kartoffel sind dann reicht es, wenn man mit einem Messer die oberste haut davon kratzt.
Die Möhre schneidet man in kleine Stückchen.
Ebenso das Suppengrün und auch die Bohnen.
Denn wenn man alles vorbereitet hat, geht es nachher schneller und gerade bei einem Herd mit offener Flamme, wie Hanna ihn benutzt, muss man ja doch sehr aufpassen, dass nichts anbrennt.
Aber Hanna schwört auf ihren Herd. Zum einen ist er groß genug, um für alle zu kochen, zum anderen glaubt sie, das nur so der richtige Geschmack entsteht. Und sie hat mir verraten, das sie auch gerne damit kocht, weil das Großlingskind ihr dann hilft.  Es ist nämlich der Herd vom Großlingskind, den Hanna aber jederzeit ausleihen darf. 
Als erstes lässt man dann im Kessel Speck und Zwiebel aus.
Dann gibt man die Möhren hinzu. Die dürfen kurz mit anbraten, das gibt einen besseren Geschmack.
Das löscht man dann ab und gibt das restliche Gemüse hinzu.

Während das ganze dann köchelt, kann man sich um den Nachtisch kümmern.


Nach Hannas Meinung passt dazu sehr gut Apfelkompott.  Wem Suppe zu wenig gesund ist, dem empfiehlt sie dazu noch eine gemischte Salatplatte als Vorspeise. Im Sommer findet man ja immer etwas dafür im Garten.

Nein, das sind keine Melonen sondern Olivengurken. ;-)

Und wenn die Suppe dann lange genug köchelte, so das die Kartoffeln noch Biß haben aber alles gar ist, dann kann man alle zu Tisch rufen und servieren. Das sieht dann anschließend so aus:
Hanna wünscht allen guten Appetit.